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Youtube fürs Mittelalter

9 June 2010 No Comment

Von der Ausgrabungsstelle bis zur Ausstellungseröffnung: Wir haben die gesamte Entstehungsgeschichte der großen Mittelalterausstellung „Aufruhr 1225!“ im Archäologiemuseum in Herne filmisch begleitet – besonders öffentlichkeitswirksam für das Ruhrgebiet im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt. Die einzigartige Museumsmarketing-Kampagne hat die Videostrategie des Landschaftsverband Westfalen-Lippe bereichert und das moderne Image des Verbands gefestigt.

Die Kamera immer dabei

Unser Kamerateam hat das erste Mal ein gutes halbes Jahr vor Ausstellungsbeginn einen Luftbildarchäologen bei einem seiner Flüge begleitet. Darauf haben wir Archäologen am Boden bei Ausgrabungen begleitet, Restauratoren in Werkstätten über die Schulter geschaut oder Stunt-Reiter bei Werbeshootings in Szene gesetzt. Das Filmteam hat zudem über mehrere Wochen den Bau einer mittelalterlichen Turmhügelburg vor dem Museum dokumentiert.

Filme sofort ins Netz

Nach den Drehs haben wir zeitnah Einzelfilme auf mehrere Videoportale ins Internet gestellt, darunter Youtube, Metacafé, Dailymotion und andere. Zudem hat der Veranstalter, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die fertigen Filme auf seiner Webseite eingebunden und Video-Rohmaterial als Pressematerial bereitgestellt.

Die Reaktionen waren durchweg positiv, von der Fachwelt über Journalisten bis hin zu der Bevölkerung in der Region. Journalisten aus Online, Print, Radio und TV wurden durch die Filme zu Berichten inspiriert oder haben das fertige Film-Material verwendet.

Positive Reaktionen von allen Seiten

Daraufhin wurden potenzielle Ausstellungsbesucher in der Region schon lange vor der Eröffnung auf die Mittelalter-Schau aufmerksam. Menschen aus ganz Deutschland haben beispielsweise mit Spannung den Bau einer mittelalterlichen Holz-Burg auf Youtube verfolgt.

Wissenschaftler haben sich besonders für die Ausgrabungsdokumentation interessiert. So hat der Film über den Fund mehrerer „Wolfsangeln“ in Nordrhein-Westfalen Archäologen in Fach-Communities beschäftigt und sogar dazu geführt, dass ein anderes Museum sich die dort gefundenen Stücke ausleiht.

Aufmerksamkeit und Imagegewinn

Diese schon nicht mehr quantitativ messbaren Effekte, wie die Aufmerksamkeit wichtiger Multiplikatoren in der Medien- und Fachwelt, macht den besonderen Erfolg der Video-Kampagne aus.

Aus den Einzelfilmen ist nach Ausstellungseröffnung zudem eine 40-minütige Dokumentation zur Geschichte der Ausstellung entstanden.

Dieser Beitrag erscheint in der PR-Doktor-Blogparade: Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen.

Foto: Wolfgang Quickels

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