Home » Headline, PR, Video

Viele Wege führen zum Webvideo

28 May 2010 No Comment

1. Die Billig-Option – Marke Eigenbau

Wenn man selbst die Kamera in die Hand nimmt, kommt man definitiv am günstigsten weg. Ein handelsüblicher Camcorder liefert mittlerweile Filmmaterial, das bei guter Beleuchtung grundsätzlich auch eine gute Bildqualität bietet.

Der Nachteil ist, dass man auf diesem Wege Filmmaterial produziert, das bisweilen unbrauchbar ist. Wer ein paar amateurhafte Filmbrocken ins Web stellt und stolz mit der Unternehmensmarke versieht, könnte der Marke eher schaden als nutzen. Verwackelte Bilder, unmotivierte Schwenks, falsche Bildausschnitte, Einstellungen ohne Aussage sind ein Beispiel dafür, dass man nicht am falschen Ende sparen sollte.

Denn in Unternehmensvideos oder Veranstaltungsberichten geht es nicht nur um die bewegten Bilder. Ein Film ist ein Gesamtkunstwerk, das durch die Symbiose von Bildeinstellungen, Ton, Musik, Schnitt und Text besteht. Wenn jemand dies als Pressesprecher voll zu leisten vermag – gut für Ihr Budget. Falls nicht, sollten Sie jemanden engagieren, der es professionell lösen kann.

2. Das Spar-Modell – Videojournalist allein

Der allein arbeitende Videojournalist (VJ) kommt mit Kamera, Mikrofon und Stativ, alles am Mann (oder Frau). Der Videojournalist ist die günstigste professionelle Option. Der ausgebildete VJ beherrscht Bildsprache und weiß wie man den fertigen Film zusammenfügt. Er ist flexibel und schnell einsatzbereit.

Der VJ leistet Arbeit für ein ganzes Team: Er filmt, während er interviewt; plant, während er umsetzt. Das stellt selbst die besten dieser Zunft vor große Herausforderungen. Wenn die technische Umsetzung reibungslos läuft, leidet möglicherweise der Inhalt. Konzentriert sich der VJ hauptsächlich auf die inhaltlichen Zusammenhänge, verlängert sich entweder die Drehzeit, oder man muss auf der technischen Seite Abstriche machen. Sehr gute und erfahrene Videojournalisten können jedoch qualitativ hochwertige Beiträge produzieren – ganz alleine.

3. Die flexible Lösung – das VJ-Team

Das VJ-Team besteht aus zwei Videojournalisten. Sie arbeiten während des Drehs und der Postproduktion zusammen. Die Arbeitsteilung erfolgt je nach Situation. Dieses Modell vereint die Vorteile des VJs in seiner Flexibilität und die eines Autoren-Teams, indem es höchste Qualität auf technischer und inhaltlicher Ebene sichert. Das VJ-Team produziert auf höchstem Niveau, ist aber gleichzeitig nicht so teuer wie eine Lösung mit vielen Beteiligten einzelner klassischer Berufe.

Insgesamt gibt es weniger Reibungsverluste und Abstimmungsschwierigkeiten, als wenn eine Gruppe am Produktionsprozess beteiligt ist. Ein großer Vorteil ist der geringe Eingriff in den Betriebsablauf: Ein gut eingespieltes VJ-Team kann sehr schnell und effizient agieren, reduziert jedoch als Team gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit für Fehler, die einem Allein-Arbeiter passieren könnten.

Mehr zu dem Konzept des VJ-Teams erfahren Sie in dem neusten Buch von Thomas Majchrzak „Das VJ-Team“.

4. Das Luxusprodukt – klassisches Team

Das Autorenteam besteht aus Kameramann, Tontechniker und Autor und ist vor allem bei großen TV-Sendern die klassische Produktionscrew. Hinzu kommt ein Cutter, der den Film schneidet sowie möglicherweise ein externer Sprecher. So sind mindestens fünf Personen an der Entstehung des Films beteiligt. Jeder ist Experte auf seinem Gebiet. Dies sollte höchste inhaltliche und technische Qualität garantieren. Doch die hat auch ihren Preis. Bei dieser Besetzung bezahlen Sie oft mehrere tausend Euro für Ihre Filmlösungen.

Bei einem Dreh im Team ist langfristige Organisation gefragt. Spontaneinsätze wie beim VJ oder im VJ-Team sind schwerer zu realisieren. Zudem ist die Drehzeit vor Ort erfahrungsgemäß länger, der Koordination wegen – wobei dies nicht immer ein Garant für den besseren Film ist.

Das Endprodukt

Jede Produktionsweise hat ihre Vor und Nachteile. Es ist nicht nur die Art des Produktionsteams entscheidend für das finale Produkt, sondern vor allem das Können und die Persönlichkeit jedes einzelnen Teammitglieds. Denn ein Film ist ein Gesamtkunstwerk, dass die unverkennbare Handschrift des Künstlers trägt.

Fotos: Michael W / Katharina Kruppa

Comments are closed.

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes